Vom Kratzbaum-Frust einer frisch gebackenen Katzenmama und wie alles begann

Aktualisiert: Juni 16

Es gibt einen (gefühlt) endlosen Markt für Kratzbäume, Kratzmatten, Kratzstämme, Sisalseile, Sisalteppiche und Co. Warum braucht die Welt obendrein auch noch Katzenmöbel und wie kam ich überhaupt dazu „einfach so“ ein Unternehmen zu gründen, welches eben diese designt und produziert? Als ich noch ein katzenloses Leben führte, waren diese Fragen für mich genauso weit entfernt, wie die Fiji Inseln.



Unzählige Fragen, die mit dem Einzug einer Katze beginnen

Welches Katzenfutter ist in dem nicht zu überblickenden Spektrum zwischen zerkochter Markenware aus tierischen Abfällen vom Discounter und Bio-Rohfleischlappen aus dem Internet das Richtige? Welche Eigenschaften muss das optimale Katzenklo haben? Muss ein Balkon mit einem Netz gesichert werden, damit meine Katze nicht mit einem Habicht auf Reisen geht oder weil sie sichvielleicht sogar für den unverwundbaren Spiderman hält? Kann ich selber Krallen schneiden, ohne das mein Tiger zum Dreibein wird, oder müssen wir zur Pfötchenküre? Darf ich Fenster noch auf Kipp stellen oder wird die Zeit des Lüftens bald eine verblassende Erinnerung an meine katzenhaarfreie Vergangenheit sein?


Fragen über Fragen durch die ich mich, wie so viele vor und nach mir, quälen musste. Denn die Pelzgurke soll ja schließlich ein bestmögliches, liebevolles Zuhause haben und nicht bei der ersten Gelegenheit die Koffer packen, um beim Nachbarn einzuziehen, weil der die besseren Leckerlies hat. Mittlerweile habe ich es geschafft, mich durch den Großteil der nagenden Zweifel und Fragen einer Katzenbesitzerin durchzuschlagen ohne den Verstand zu verlieren. Nun ja, fast.


Baby, die ich als streunendes Baby im Park eingesammelte

Ich hatte eine Katze

Zum Beginn meines unerwarteten Katzenmutterdaseins hatte ich keinen Kratzbaum, Kratzbrett, Kratzmöbel, o.ä. – ich hatte eine Katze. Das musste für den Anfang reichen. Ich wusste nicht, dass das Kratzen wichtig für Krallenpflege und Reviermarkierung ist. Nachdem mir dies aber klar wurde, kam die mehr als ernüchternde Kratzbaumsuche. Ein Kratzbaum war hässlicher als der andere. Alle mir vorgeschlagenen, konventionellen Systeme sahen ramschig aus, waren Made in China o.ä., bestanden fast ausschließlich aus Kunststoff und die Farben... Beige mit Beige an Beige um Beige drum zu… oder Grau in Grau wie in Bitterfeld. Na bravo! Ästhetik sah für mich anders aus.


Baby zuliebe kaufte ich trotzdem so ein scheußliches Ding. Die Ernüchterung ging weiter: die Dinger sahen nicht nur ramschig aus, sie waren es auch. Gewinde, die leicht überdrehen und damit zur Nutzlosigkeit verfallen und nach Chemie stinkende Polyesterflauschbezüge, deren Maß an mangelnder Hygiene nicht zu unterbieten waren. Billigware zu einem nur scheinbar günstigen, im Verhältnis zur Qualität und Haltbarkeit aber viel zu überteuerten Preis. Der Aufbau funktionierte nach dem IKEA-Prinzip: viel zu viel Zeitaufwand, Schrauben, Drehen und Fluchen. Als das Werk vollendet war, kam die Preisfrage: wohin damit? Abgesehen davon, dass ich das unästhetische Teil möglichst unsichtbar unterbringen wollte, fehlte mir in Zeiten von Wohnraumknappheit der Platz für ein nur bedingt nützliches, aber dafür sperriges Kratzkunstwerk. Nachdem das ungute Stück mehrfach seinen Standort im Wohnzimmer wechseln musste und nach einem Jahr aussah wie von Hempels, war der Drops für mich endgültig gelutscht. Alles in allem war das Such-, Kauf- und Aufbauerlebnis Kratzbaum also von Anfang bis Ende maximal unbefriedigend. Wie konnten abertausende Katzenbesitzer in Deutschland damit leben?


Jingle, der kleine Kompostkater aus dem Tierheim

Eine Lösung muss her

Im Laufe der Jahre hat sich in unzähligen Gesprächen mit anderen KatzenbesitzerInnen herausgestellt, dass es jeder und jedem Einzelnen mit dem ich sprach ganz genau so erging wie mir! Also habe ich angefangen mir die bis dato angebotenen Katzenmöbel einmal näher anzuschauen. Aber entweder gefiel mir der Stil nicht oder die mangelhafte Qualität. Da ich in meiner Freizeit seit Jahren im Holzbau und Möbel-Upcycling tätig bin, merke ich es gleich, wenn man mir schlechte Qualität als eine gute verkaufen will ;) Ein wesentlicher Punkt, der mich bei jedem Katzenkratzmöbel das ich fand störte, war die eingeschränkte Funktionalität. Ich möchte, wünsche, hätte nicht gerne, sondern ich erwarte, dass ein Katzenmöbel in Zeiten von Wohnraumknappheit, von der ich genauso betroffen bin wie tausende anderer Menschen, gleichermaßen für meine Katzen und für mich nutzbar ist. Denn wir, die wir in 1-/2- maximal 3-Zimmer-Wohnungen leben, haben keinen Platz zu verschenken!


Also habe ich das Problem selber in die Hand genommen und mein eigenes, multifunktionales Möbelstück aus Kratzbaum, Katzenliegenfläche, Katzenspielplatz, Regal, Raumteiler und Stauraum entworfen, dass meinen Vorstellungen und Ansprüchen entsprechen sollte. Ich wollte meinen Samtpfoten dabei ein einzigartiges Klettererlebnis bieten und baute eine Schräge ein, da meine beiden Tiger nicht zu den Senkrecht-die-Gardine-hoch-Kletterkatzen gehören ;) Nun, und was soll ich sagen, meine Tiger waren begeistert!



Konnte ich diese großartige Lösung für alle meine Probleme einfach für mich behalten?

Etwa ein halbes bis dreiviertel Jahr habe ich mich jede Nacht im Bett herumgewälzt, weil mich die Idee um diesen multifunktionalen Premiumkratzbaum nicht los lies. Konnte ich diese großartige Lösung für alle meine Probleme einfach für mich behalten? Sollte ich meine Idee anderen Menschen, die unter denselben Problemen leiden wie ich, vorenthalten? Eins stand für mich fest: Wer Probleme löst, steht in der Pflicht sie anderen zugänglich zu machen. Aber wie? Ich war schließlich keine Designer-Perle, keine Unternehmerin, kein Marketing-Mäuschen, keine Vertriebler-Fee. Also doch für mich behalten, im Stillen nur für freuen und weiterleben wie bisher? Vielleicht waren die Menschen trotz allem Katzenkratzbaum-Drama ja doch ganz zufrieden wie es war? Vielleicht brauchte, vielleicht wollte die Welt meine Idee nicht? Fragen über Fragen. Aber am Ende kam ich immer wieder auf dasselbe Ergebnis: Herausfinding by doing! Selbst ist die Frau.


Herausfinding by doing!

Nachdem ich mich nächtelang genug gewälzt und gedreht und meine Tiger wachgehalten hatte (ja, man kann den Spieß auch umdrehen ;) ), fing ich an mich mit der Thematik „Unternehmensgründung“ zu befassen und weitere Designs zu entwerfen. Der Beginn einer langen, intensiven und unglaublich spannenden Reise! Aber davon berichte ein anderes Mal :)


Eure Sophia


P.S.: Könnt ihr euch auch noch an euren ersten Kratzbaum erinnern?

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