Trockenfutter vs. Nassfutter – was steckt dahinter?

Schon die Vorfahren unserer Pelzgurken mochten es gerne staubtrocken. Allerdings nur, wenn es um das Klima ging. Die Ur-ur-ur-ur-ur-Oma unserer heutigen Fellknäule war nämlich ein wüstes Wüstentier und Wasser war schon damals so selten wie ein 4-blättriges Kleeblatt. Deshalb war es für unsere Katzen-ur-ur-ur-ur-ur-Oma wichtig, über die Nahrung ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen. Und daran hat sich bis heute nichts geändert! Die weitaus meisten Hauskatzen trinken von Natur aus sehr wenig – wenn dann auch noch ein Futter hinzukommt, welches dem Körper Wasser entzieht, bekommt die Katze ein Problem.


Das Dilemma: Katzen sind Meister der Tarnung und zeigen uns ihr Leiden erst dann, wenn es schon fast zu spät ist. Tricks wie Katzenbrunnen oder Getränke für Katzen sollen ein Problem ausbalancieren, welches gar nicht nötig wäre. Zudem sollte man sich überlegen, ob Wasser aus Plastikbrunnen oder ein teuer hinzugekauftes Katzengetränk eine gute Lösung sind.

Tamme Hanken, breche er über den Wolken weiterhin mit Leidenschaft bedürftige Knochen, sagte einmal ganz treffend: „Wer seinen Hund wie ein Huhn füttert, frisst ihn auch dafür auf.“ Dabei hat er Trockenfutter mit Haferflocken verglichen. Die Botschaft: Trockenfutter ist weder gut für den Darm noch für die Zähne. Was für Hunde gilt, gilt für Katzen erst recht. Denn Katzen sind auf Fleisch angewiesen, weil sie Gemüse nicht verstoffwechseln können. Hund und Katz` sind nun einmal auf das Verwerten von Fleisch und nicht auf Gertreide ausgerichtet. Bekanntermaßen enthält Trockenfutter wenig Fleisch. Stattdessen ist alles Mögliche enthalten, was sich lange trocken lagern lässt - genau das macht Trockenfutter ja so schön bequem.


Nährstoffe werden dem Trockenfutter oft künstlich hinzugefügt, damit das „Müsli“ überhaupt den zumutbaren Mindestanforderungen erfüllt. Wer das natürliche Lebensmittel Maus mit Trockenfutter vergleicht wird schnell feststellen, dass die Gemeinsamkeiten verschwindend gering sind. Auch der wichtige Effekt des ausgiebigen Kauens bleibt bei den trockenen Krümelchen aus, sodass die Zähne ihren Nutzen verlieren. Man könnte Trockenfutter auch gut mit Chips vergleichen. Sie schmecken uns natürlich gut! :) Würden wir uns allerdings nur von Chips ernähren… du weißt, wie es enden würde. Trockenfutter sollte also, ebenso wie Chips für die Katzeneltern, nur selten und als Leckerlie verfüttert werden.

Wer seinem Tiger jedoch nicht die Möglichkeit bieten kann oder möchte, auf eigene Faust um die Häuser zu ziehen und Mäusejagd zu spielen, kann auf die Rohfleischfütterung (Barfen) zurückgreifen. Wer diesen Weg einschlagen möchte, sollte sich vorher darüber informieren, worauf bei einer ausgewogenen Barf-Ernährung zu achten ist. Wem das zu aufwändig oder zu teuer ist, der kann neben einem anständigen Nassfutter für den Nährstoffbedarf zum Trockenfleisch greifen. Das kleine Konfetti, welches extra für Katzen im Handel verkauft wird, ist hierfür jedoch weniger zu empfehlen, da es mehr eingeatmet als gekaut wird ;) Ein wirkliche Herausforderung sind die Trockenfleischstreifen für Hunde, mit denen die Zähne auch wirklich etwas zu tun haben. Baby und Jingle lieben diese Streifen! Erst werden sie durch die Wohnung geschossen und unterm Teppich versteckt, dann werden sie genüsslich und – so wie es beim Fertigfutter (egal ob nass oder trocken) weniger der Fall ist – ordentlich zerkaut.


Fazit:

Trockenfutter ist weder gut für die Zähne noch für den Darm. Wer einen Diesel mit Benzin fährt, darf sich nicht wundern, dass die Karre auf der Autobahn nicht schneller fährt als 80km/h und früher abnippelt als nötig. Eine Katze kann Mangelernährung lange verstecken, aber wenn der Schaden sichtbar wird, ist er meist auch schon sehr groß. Ein gutes Nassfutter ist als Basisfutter essenziell.


Dass unsere Samtpfoten mit beiden Fütterungsweisen (nass und trocken) ein stattliches Alter erreichen können, sehen wir immer wieder. Dass Menschen mit Pizza, Nudeln, Softdrinks oder Zigaretten ebenfalls das ein oder andere Jahrzehnt schaffen können wissen wir auch. Aber wie? Wir können wählen, ob wir Pizza oder Brokkoli essen. Unsere Katze ist darauf angewiesen, dass wir für sie eine gesunde Entscheidung treffen.


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